„Du bist KinderYoga-Trainerin und in einem Sportverein tätig?!“
Diese Frage bekomme ich oft zu hören – meistens begleitet von erstaunten Blicken, die mich von Kopf bis Fuß mustern. Einige haben den Mut, direkt zu fragen: „Geht das denn, wenn man… ich meine, ähm, dick ist?“ Andere schweigen lieber, doch ihre Augen verraten, was sie denken.
Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit-Wort „Yuj“, das „Verbindung“ oder „Einheit“ bedeutet – die Vereinigung von Körper, Geist und Seele mit einem höheren, schöpferischen Prinzip. Im Yoga geht es nicht darum, wie wir aussehen, sondern darum, wie wir uns fühlen und wie wir uns mit uns selbst verbinden. Es gibt im Yoga keine Ausgrenzung aufgrund von Körpergewicht – weder im Wort noch in der Praxis.
Ja, ich weiß, ich bin mollig, dick, übergewichtig – nenn es, wie du willst. Ich entspreche vielleicht nicht dem typischen Idealbild, aber weißt du was? Das stört mich kein bisschen!
Klar, ein paar Kilos weniger wären nett, aber ist es mir das wert, dafür zu hungern oder mich zu quälen mit Sport, der meinem Körper nicht guttut? Definitiv nicht. Ich will essen, was mir schmeckt, und die Art von Bewegung machen, die sich gut anfühlt. Und genau deshalb liebe ich Yoga! Denn Yoga ist für alle da – unabhängig von der Kleidergröße oder der Waage.
Also, erinnere dich immer daran: Du bist genau richtig, so wie du bist!
Ach ja, und übrigens: Hast du schon mal jemanden gehört, der fragt: „Yoga machen? So dünn wie du bist… geht das denn überhaupt?“
Im Yoga ist alles möglich!
Namasté, eure Nadine
